Eppendorfer Bürgerverein von 1875 
                 Leben im Stadtteil mit Charme                 

Krankenhaus Bethanien wird martini44 -
Beispielhaftes Bauprojekt wurde fertiggestellt

"martini44" Außenansicht"martini44" Außenansicht
Vier der 23 "Martinis": Ulrike, Rita, Ulla, WolfgangVier der 23 "Martinis": Ulrike, Rita, Ulla, Wolfgang

Als vor 10 Jahren bekannt wurde, dass das Grundstück des Krankenhaus Bethanien verkauft werden soll, begannen Nachbarn rund um die Martinistraße eigene Baupläne zu schmieden. Doch die Konkurrenz war groß. In guter Tradition des Viertels, das mit seinen vielen Wohnstiften seit mehr als einem Jahrhundert für ein gemeinschaftliches Miteinander steht, wurde das Quartiernetzwerk martini·erleben gegründet. Zusammen mit der Genossenschaft Bauverein der Elbgemeinden entwickelte man ein ausgeklügeltes Nutzungskonzept, das sich 2012 tatsächlich in einer Ausschreibung durchsetzen konnte. 

Abriss Bethanien Juni 2015Abriss Bethanien Juni 2015

Das Bethanien wurde bis auf die Fassade abrissen und dahinter ist in den vergangenen 3 Jahren ein Neubau entstanden mit viel Raum für Wohnen, Kultur und Begegnung, Betreuung und Pflege - alles unter einem Dach. 

Beratungsrunde von martini·erlebenBeratungsrunde von martini·erleben

Wer zieht ein?
Die drei Vereine Kulturhaus Eppendorf, Stadtteilarchiv Eppendorf und martini·erleben haben sich vor einem halben Jahr zu einem Verein zusammengeschlossen und ziehen gemeinsam ins Erdgeschoss, in die öffentlichen Räume des Zentrums. Das Kulturhaus präsentiert sich dort mit dem neuen Namen KUNSTKLINIK und mit einer neuen Gastronomie, dem KÖPKE. 

Maria Koser - GeschichtswerkstattMaria Koser - Geschichtswerkstatt

Das Stadtteilarchiv wird sich nach dem Umzug umbenennen in Geschichtswerkstatt Eppendorf, martini·erleben geht mit dem neuen Untertitel ‚Quartiersnetzwerk‘ an den Start.

Der Verein HAMBURGISCHE BRÜCKE - Gesellschaft für private Sozialarbeit zieht ein mit der Sozialstation Eppendorf, dem „Demenzdock“ und der neuen Tagespflege 'MOLE44'. Im ersten Stock wird sich eine ambulant betreute Wohn-Pflege-Gemeinschaft gründen, mit 10 Appartements und einer Gemeinschaftsküche. In der 2. und 3. Etage wohnen die MARTINIS: Eine bunte Mischung überwiegend älterer Menschen, die sich seit mehreren Jahren für das gemeinschaftliche Wohnprojekt engagieren. Für sie sind 24 öffentlich geförderte Wohnungen entstanden (davon drei für Rollstuhlfahrer*innen), ein Gemeinschaftsraum und eine Dachterrasse.

Bauherr von martini44 ist die Wohnungsbaugenossenschaft Bauverein der Elbgemeinden (BVE). Für seine Mitglieder hat der BVE insgesamt 56 Wohnungen gebaut, ebenfalls öffentlich gefördert. Neun Wohnungen davon befinden sich im rechten Flügel des Gebäudes an der Martinistraße, die restlichen in drei neuen Häusern auf dem Grundstück.

Klaus Kolb - KunstklinikKlaus Kolb - Kunstklinik

Feierliche Eröffnung
Am 29.4.2019 wird martini44 eröffnet mit Hamburgs 1. Bürgermeister Peter Tschentscher und geladenen Gästen. Am 30.4. gibt es ab 20:00 Uhr Tanz in den Mai und am 1.5. findet ein Erlebnistag mit vollem Programm in allen Räumen statt. Dieser beginnt um 10:30 Uhr mit einer musikalischen Andacht der Pastoren von St. Martinus und der Bethanien-Kirche, gefolgt von einer Ausstellungseröffnung mit über 90 Künstler*innen, die für diesen Anlass Kunstwerke zum Thema ‚Zwischenräume‘ produziert haben. Von 13:00 bis 18:00 Uhr werden dann viele kleine Veranstaltungen in den neuen Räumen stattfinden: Kurzkonzerte, kleine Theaterauftritte, Schnupperworkshops und vieles mehr. Musikgruppen, Kursleiter*innen, benachbarte Institutionen und Künstler*innen gestalten jeweils eine halbe Stunde, immer mit einem Teil zum Mitmachen. Um 18:30 Uhr folgt ein Abschlusskonzert der Downtown Bigband.

Text: Klaus Kolb - Stand: 15.3.2019

Bilder: Hans Loose - Hamburgische Brücke