Eppendorfer Bürgerverein von 1875 
Leben im Stadtteil mit Charme    

Pressemitteilung - 27. Oktober 2020

Bitte handeln Sie im Sinne der Fußgänger*innen und veröffentlichen Sie schnellstmöglich Ihr Beleuchtungs-Konzept! 

Diesen Appell haben heute auf Initiative des Eppendorfer Bürgervereins (EBV) und des Seniorenbeirats Hamburg-Nord 15 Institutionen an Verkehrssenator Antjes Tjarks gerichtet. „Die Nächte werden wieder länger“, sagt EBV-Vorsitzende Brigitte Schildt, „die Fußwege der Wohnstraßen liegen häufig im Dunkeln.“ Das weiß der Senat seit Jahren.

„Jetzt haben wir wieder Herbst“, schimpft Werner Hansen von Bezirks-Seniorenbeirat Hamburg-Nord, „und nichts hat sich für die Fußgänger*innen geändert. Wieder werden ältere Herrschaften, Menschen mit Handicap oder Kinderwagen auf den Gehwegen ins Stolpern kommen, stürzen und sich teilweise schwer verletzen.“ Denn sie können erhöhte Gehwegplatten, auch verursacht durch Baumwurzeln etc., zu spät erkennen.

Die Richtlinien für die Aufstellung der Lampen, die eine Ausleuchtung der Wege garantieren sollen, gehen teilweise weit bis ins letzte Jahrhundert zurück. Brigitte Schildt: „Die Straßenbeleuchtung nützt traditionell dem Autoverkehr und ist in erster Linie auf die Fahrbahnen gerichtet.“

Im vergangenen Jahr sind Menschen in mehreren Stadtteilen für bessere Beleuchtung auf die Straße gegangen. Die Bürgerschaft hat sich intensiv mit dem Thema befasst. Im Ergebnis hat das Parlament im September den Senat gebeten, bis Ende Juni ein neues Beleuchtungskonzept zu erstellen. Dieses Konzept liegt bisher nicht vor.

Als Gründe nennt der Senat die Auswirkungen der Pandemie sowie die Umstrukturierung der Behörden. Dafür haben die Unterzeichner Verständnis. Dennoch sollte das Konzept, dessen Teile bereits seit Monaten angeblich intern bearbeitet wird, umgehend veröffentlicht werden.Die Realisierung einer Vorlage dauert bekanntlich. Brigitte Schildt: „Weil es viele dunkle Wohnstraßen gibt, macht es Sinn, bei der Reform einige Pilotflächen einzurichten und dort Erfahrungen zu sammeln.“ Diese Pilotprojekte könnten dort entstehen, wo viele Senior*innen wohnen. – 

 Brigitte Schildt  - Eppendorfer Bürgerverein                          Werner Hansen - Seniorenbeirat Hamburg-Nord

Die Mail an den Verkehrssenator im Wortlaut




Unterstützt haben diesen Appell

Bezirks-Seniorenbeirat Hamburg-Nord – Werner Hansen

Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V. - Reinhard Bugarski
      
Bund der Schwerhörigen – Peter Drews
      
Bürgerverein Hohenfelde Uhlenhorst e.V. – Der Vorstand
      
Damen des Klosters St. Johannis - Monika Grunwald
      
FUSS e.V. – Sonja Tesch
      
Kommunal-Verein Groß Borstel - Ulrike Zeising
      
Martini Erleben – Klaus Kolb
      
Martinis e.V. - Rita Bahrdt
      
Pfarrsprengel Alsterbund-Süd – Pastor Ulrich Thomas
      
Residenz Bethanienhöfe – Doris Köppe
      
Sozialverband Deutschland SoVD e.V. - Klaus Wicher
      
Stadtpark Verein Hamburg e.V. – Heidi Gemar-Schneider
     
Stiftung Anscharhöhe - Tobias Nowoczyn