Eppendorfer Bürgerverein von 1875 
                 Leben im Stadtteil mit Charme                 

Mehr Licht auf unseren Wohnstraßen!

FrickestraßeFrickestraße

In der dunklen Jahreszeit erleben wir es häufig: in den Seitenstraßen Eppendorfs kommen (nicht nur) ältere Menschen ins Stolpern, stürzen und verletzten sich – manchmal schwer. Grund ist die mangelhafte Beleuchtung vieler Gehwege – und Stolperfallen durch unebene Gehwegplatten. Andere Bürger fühlen sich einfach unsicher, wenn sie alleine durch dunkle Straßen gehen. Vorschläge zur Verbesserung der Beleuchtung gab es in den letzten 20 Jahren immer wieder: So haben Bezirk- und Landes-Senioren-Beirat (LSB) mehrfach eine bessere Beleuchtung der Gehsteige eingefordert. Und als Antwort erfuhr der LSB regelmäßig, dass die Beleuchtung so bleiben muss wie sie ist, da sie einer Richtlinie entspricht. Auch MARTINIerLEBEN schrieb vor vier Jahren an den zuständigen Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer. Der Verein erinnerte an die 600 meist älteren Menschen, die in den Stiftswohnungen von Schede- und Frickestraße wohnen. Und dass ein Lampenabstand von 60 Metern in Wohnstraßen keineswegs ausreiche. Als Reaktion folgte ebenfalls der Hinweis auf besagte Beleuchtungsrichtlinie. Später musste der Senat auf Anfrage einräumen, dass es eine Richtlinie für die Beleuchtung in Hamburg gar nicht gibt. Wir erfuhren, es handele sich lediglich um „ein internes Arbeitspapier“.

SchrammswegSchrammsweg

„Diese (sog.) Richtlinie ist das Ergebnis einer sicherheits-missachtenden Sparpolitik, die nicht einmal die DIN erfüllt und Kostenminimierung als Ziel vorgibt“, schimpfte kürzlich Helmut Krumm vom Bezirks-Senioren-Beirat (BSB) Hamburg-Nord. Die entsprechenden Beschlüsse stammen aus den 90er Jahren. Auf Anregung des EBV hat sich der BSB auf seiner Dezember-Sitzung erneut mit dem Beleuchtungsthema befasst und eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Wir meinen: diese Gruppe sollte das Wissen der Eppendorfer Vereins-Fachleute einbeziehen, außerdem von „Fuß e.V.“. Allen Interessierten ist schon jetzt klar, dass es einer Initiative in der Bürgerschaft bedarf, um die Sparbeschlüsse aufzuheben und die Hamburger Straßenbeleuchtung mindestens DIN-gerecht zu gestalten. Seit drei Jahren hat es offenbar von keiner Partei Bestrebungen in Richtung mehr Licht in Wohnstraßen gegeben – und daher auch z.B. keine Versuche, die Straßenlaternen durch Gehwegleuchten zu ergänzen. In Eppendorf könnten als Teil eines neuen Gesamtkonzeptes einige Wohnstraßen zum Pilotprojekt werden. Es ist an der Zeit, dass die Beleuchtung nicht mehr primär die Straßen der Autofahrer beleuchtet, sondern die Gehwege der Fußgänger! Daher eine Bitte an unsere Leserinnen und Leser: Melden Sie dem EBV–Vorstand die Wohnstraßen, die nachts besonders dunkel sind. Zuschriften bitte bis zum 10. Januar 2019 an redaktion@ebv1875.de

Material: Straßenbeleuchtung in Hamburg - Senatsantwort auf eine Anfrage der Grünen in Hamburg-Nord vom 10.09.18 - Link

Text: Brigitte Schildt/ Hans Loose
Bilder: H.Loose