Ein leuchtendes Ausrufezeichen zum Weltmädchentag am 11. Oktober

Das Holthusenbad leuchtet in Pink. Wir kennen diesen Anblick schon aus den vergangenen Jahren. Es ist inzwischen Tradition, dieses historische Gebäude zum Weltmädchentag der Vereinten Nationen erstrahlen zu lassen. Es sieht toll aus, ein schönes Motiv für Fotografen.

Der Organisator dieses Events ist das Kinderhilfswerk Plan. Es möchte mit der Macht dieses Bildes die Medien dazu motivieren, über ein wichtiges Thema zu berichten: Die Rechte von Mädchen und die Hindernisse, mit denen sie konfrontiert sind. Die UN-Kinderrechtskonvention legt fest, dass Mädchen und Jungen dieselben unveräußerlichen Rechte haben. Doch die Realität sieht andersaus. Wie Plan berichtet, „gehen weltweit rund 130 Millionen Mädchen nicht zur Schule. Barrieren wie Frühverheiratung, Frühschwangerschaft und sexuelle Gewalt erschweren ihnen den Zugang zu Bildung und hindern sie, selbstbestimmt zu leben."

Plan leistet schon seit Jahrzehnten mit seinen Projekten „Hilfe zur Selbsthilfe“ einen wichtigen Beitrag, um die Lebenswelt von Kindern, ihren Familien und Gemeinden nachhaltig zu verbessern. Die Belange von Mädchen werden dabei besonders berücksichtigt. Möglich wird diese Hilfe durch die Unterstützung vieler Menschen. Allein in Deutschlandgibt es über 380 000 „Paten“, die nicht nur finanziell die Entwicklungsprojekte fördern, sondern auch über den Briefkontakt zu ihren „Patenkindern“ deren Selbstvertrauen stärken. Natürlich sind auch viele Hamburger dabei (15 000 Patenschaften). Zu den prominentesten Unterstützern gehören Ulrich Wickert und Udo Lindenberg. Mit seiner Kampagne „Girls Get Equal“ setzt sich Plan für Chancengleichheit ein: „Auf der ganzen Welt werden Mädchen daran gehindert, frei und selbstbestimmt zu leben. Wir hören erst auf, wenn alle Mädchen gleichberechtigt sind. Jedes einzelne soll gesehen, gehört und wertgeschätzt werden“.

Überall in Deutschland setzt Plan am Weltmädchentag mit der Illumination bekannter Gebäude diese leuchtenden Zeichen. In Hamburg sind es außer dem Holthusenbad noch das Altonaer Rathaus, die Petri-Kirche und das Planetarium.

Text/Fotos: Marion Bauer
10_2021

(Dieser Beitrag ist in der Oktober-Ausgabe 2021 des EPPENDORFERS erstmalig erschienen - zur digitalen Ausgabe)