Eppendorfer Bürgerverein von 1875 
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Interner Service – Für die Allgemeinheit da

Für Annekatrin Werner, Abteilungsleiterin im Bezirksamt Hamburg-Nord, ist kein Tag wie der andere. Viele ihrer Tätigkeiten bekommen wir Bürger gar nicht mit. Ein typischer Arbeitsablauf:

Annekatrin Werner vor dem BezirksplanAnnekatrin Werner

Morgens – Start in der Kümmellstraße. Dienstbesprechung mit den Mitarbeitern der „Inneren Dienste“. Dazu gehören die Rezeption sowie die Post- und Beschaffungsstelle. Eine Kollegin geht in den Mutterschutz; wer kann sie ersetzen? Folgend ein Termin mit der Abschnittsleitung der „Betriebsdienste“, die ebenfalls Teil der Aufgaben von Frau Werner sind. Der Umzug einer Dienststelle in ein neues Gebäude muss vorbereitet werden.

Mittags - Innenbehörde. Der „Katastrophenschutz“ zählt ebenfalls zu Annekatrin Werners Tätigkeiten. Die Hamburg-Nord-Vertreterin klärt mit ihren Kollegen aus anderen Behörden und Bezirken die Terminplanung 2019 für Übungen und die konkreten Schulungsbedarfe ab. Einen sogenannten „Ernstfall“ stellt beispielsweise der Fund von Fliegerbomben aus dem 2. Weltkrieg bei Bauarbeiten in Wohngebieten dar. Das passiert zum Glück selten - wie vor zwei Jahren in der Geschwister-Scholl-Straße oder jüngst Ende Februar in der Klärchenstraße. Dann müsste sie evtl. vor Ort sein und mit Feuerwehr und Polizei die Unterbringung der betroffenen Bevölkerung koordinieren.

Nachmittags - Haus der Jugend Barmbek. Jetzt geht es darum die Weichen für einen  Neubau der Jugendeinrichtung zu stellen. Ein Architekt wird gesucht und die Wünsche der Mitarbeiter*innen der Einrichtung des Jugendamtes wollen angehört werden.

Ortstermin mit VereinsvertreternOrtstermin mit Vereinsvertretern

Die „Bauunterhaltung“ von 53 Dienstgebäuden steht ebenfalls im Portefeuille der Verwaltungs-Spezialistin. Dazu gehören neben den Verwaltungsgebäuden auch Jugendfreizeitstätten, Seniorentreffs, das Bürgerhaus Langenhorn und das Stavenhagenhaus in Groß Borstel. Zu einem Mammutprojekt entwickelt sich derzeit die Einführung eines „Inklusiven Orientierungssystems“, also dem barrierefreien Bezirksamt. Voraussichtlich Ende April wird Annekatrin Werner gemeinsam mit externen Fachleuten einen Ablauf- und Kostenplan präsentieren. Dann erfahren wir vielleicht, wann es den „Eingang für Alle“ geben wird - als zentralen Anlaufpunkt in der Kümmellstraße.

Soll kundenfreundlich werden: Eingang Bezirksamt Hamburg-NordSoll kundenfreundlich werden: Eingangsbereich Bezirksamt Hamburg-Nord

„Wir wollen einen modernen Standard schaffen“, fasst Annekatrin Werner ihre Aufgaben zusammen. Gleichzeitig bestärkt sie ihre 26 Mitarbeiter*innen in der Einstellung, dass sie für die Allgemeinheit da sind. Das funktioniert am besten, wenn Arbeit Spaß macht und für jeden Kollegen attraktiv ist. Dann kommen auch gute Sachen dabei heraus. Annekatrin Werner: „Wir sind ein tolles Team.“

Gelernt hat die 28-jährige ihren Job im Dualen Studium „Public Management“. Erste Verwaltungserfahrungen machte sie in einer IT-Dienststelle, der Krankenhausplanung und dem Katastrophenschutz. Außerhalb ihrer abwechslungsreichen Tätigkeiten – nach Feierabend schaltet sie ab, z.B. beim Tennisspielen und im neuen Ehrenamt als Tante. Nur manchmal, beim Zähneputzen fällt ihr ein, was sie heute vergessen hat. Zum Beispiel die „Elektronisierung der Akten“, also eine Einführung von papierlosen Büros im Amt. Der Ladenhüter moderner Verwaltung gehört nämlich auch zu ihren Themen. Da wird Annekatrin Werner sich gleich morgen weiter drum kümmern.

März 2019

Text und Bilder: Hans Loose