Stolpersteine - zum Gedenken und Nachdenken


Die "Stolpersteine" sind ein Projekt des Künstlers Gunter Demnig. Sie haben bestimmt schon die kleinen messingfarbenen, quadratischen (10x10x10 cm) Erinnerungssteine gesehen, die vor den Wohnhäusern verlegt wurden.

Warum in dieser Form? Zum Einen soll dem Vergessen entgegengewirkt werden, da die Namen und Lebensdaten auf den Steinen eingraviert sind. Und zum Anderen soll das "Grauen" direkt in die heutige Realität geholt werden. Dazu die bezeichnende Aussage des Künstlers:

"Das Grauen begann nicht erst in Auschwitz,Treblinka oder in anderen Lagern ...
… es begann in unseren Nachbarschaften, in unserem Haus, vor unserer Tür!"

Seit 1995 erinnern die Stolpersteine europaweit an die grauenhaften Taten des Nazi-Regimes. 2002 holte Peter Hess dieses Projekt in die Hansestadt Hamburg. Über diese Initiative (in Zusammenarbeit mit Geschichtswerkstätten) wurden bisher 6193 Stolpersteine in ganz Hamburg verlegt! Die Stadt Hamburg selbst unterstützte das Projekt mit der Bekanntmachung über einen Internetauftritt, den Sie hier finden: www.stolpersteine-hamburg.de

Jährlich am 9. November, dem Gedenktag der Opfer der Reichsprogromnacht, legen die Nachfahren, Anwohner und Bewohner der Häuser und Stolpersteinpaten Blumen an den Stolpersteinen nieder und stellen Kerzen auf. Neben der Aktion "Grindel leuchtet" im jüdischen Viertel auch in Eppendorf, Hoheluft und anderen Stadtteilen. Ein würdiges Gedenkprojekt, wie wir finden: Anschaulich. Einprägsam. Realitätsnah.

Wir schauen hin.
Wir stellen ein Licht auf.
Wir lesen die Namen.
Wir gedenken.


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Zusammengefasst von C. Altstaedt (Text+Fotos)
01_2022